4 Möglichkeiten, eine Mehrtagestour bei Schlechtwetter anzupassen

4 Möglichkeiten, eine Mehrtagestour bei Schlechtwetter anzupassen

Ich bin ehrlich: bei Regen radl ich nicht gerne. Hin und wieder ist mir ein Schlechtwettertag sogar willkommen – aber dazu in einem der nächsten Posts mehr.

Wenn ich guide und von einem gleichmässigen Prasseln geweckt werde, kann ich die Bettdecke natürlich nicht über meinen Kopf ziehen, um das toktoktoktoktok abzudämpfen und weiterschlafen. Da setze ich mein „es-gibt-kein-schlechtes-Wetter-nur-schlechte-Kleidung“-Gesicht auf und ziehe schon vor dem Frühstück demonstrativ meine Gore-Tex-Hose an und studiere den Wetterbericht. Beim Frühstück bespreche ich dann mögliche Anpassungen der Etappe mit den Teilnehmern. Denn nicht fahren ist keine Option – irgendwie müssen wir ja zum nächsten Etappenziel kommen. Ausserdem haben auch Schlechtwettertage schöne Seiten. Welche Möglichkeiten es gibt, eine Mehrtagestour bei Regen und / oder Gewitter anzupassen, verrate ich euch hier.

Tipp 1: Den Himmel im Blick haben

Im Sommer können in den Bergen in Windeseile lokale Hitzegewitter aufziehen. Sie sind meist von kurzer Dauer. Checkt im Vorfeld den Wetterbericht auch im Hinblick auf Gewitter. Vielleicht spricht nichts dagegen, so wie geplant zu fahren? Habt bei Gewitterwarnung stets den Himmel im Blick um nicht von einem Gewitter überrascht zu werden. Haltet euch bei Gewittern NICHT an exponierten Stellen wie zum Beispiel einem Gipfel oder einer Hochebene auf. 

Tipp 2: Die Gondel nehmen

Im Idealfall könnt ihr eine Auffahrt durch eine Gondel oder einen Lift verkürzen. Das spart erstens Kraft. Und zweitens könnt ihr so trocken statt durchnässt von aussen und innen in den Trail starten. Das gilt vor allem, wenn ihr in einer Gegend mit steinigem Untergrund unterwegs seid. Steinige Trails lassen sich auch in nassem Zustand gut fahren – vorausgesetzt, das Reifenprofil ist nicht mit Erde gefüllt.

Tipp 3: Durchs Tal statt über den Berg

Manchmal ist es auch möglich, eine andere – einfachere, schnellere, kürzere oder sicherere – Route zu nehmen. Schaut auf die Karte: könnt ihr z.B. die geplante Route abkürzen? Oder einen leichteren Trail nehmen? Oder durchs Tal (insbesondere bei sehr hoher Gewitterwahrscheinlichkeit) fahren? Bezieht an Tagen mit ganz schlechten Bedingungen auch die Option Postbus oder Zug in eure Überlegungen mit ein.
So entgeht euch zwar der ein oder andere Trail und meist ist auch die Strecke nicht kürzer. Im Gegenzug kommt ihr in weniger anspruchsvollem Gelände schneller voran. Bedenkt, dass weniger Höhen- und Trailtiefenmeter weniger anstrengend sind. Zudem ist weniger anspruchsvolles Gelände sicherer, sodass ihr trotz längerer Strecke schneller und mit höherer Wahrscheinlichkeit auch gesund im Trockenen ankommen könnt. Und was steht insbesondere auf einer Mehrtagestour an erster Stelle? Eben ;)

Tipp 4: Früher aufstehen - oder später starten

Gerade im Sommer muss Regen zum Frühstück nicht heissen, dass es den ganzen Tag nass sein wird. Werft einen Blick auf den Regenradar – wann wird es voraussichtlich in eurer Gegend regnen? Macht es Sinn früher als geplant zu starten, sodass ihr vor dem Regen seid und / oder Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause habt, sollte der Regen oder das Gewitter für mittags angekündigt sein. Oder könnt ihr etwas später abfahren, wenn der Regen durchgezogen ist? Dann ist der Boden zwar noch nass, aber zumindest ihr startet trocken in den Tag.

Wie geht ihr damit um, wenn es auf einer Mehrtagestour regnet und / oder gewittert?

Kennt ihr weitere Möglichkeiten, eine Mehrtagestour bei Schlechtwetter anzupassen?

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