Happy Birthday, Rumpeldipumpel!

Happy Birthday, Rumpeldipumpel!

Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich mich im Winter 2016 gefragt habe, ob ich es wohl neben der Arbeit schaffe, einen Blog zu schreiben? (Und da war mir noch gar nicht klar, wie viel Zeit auch in Social Media fließt 😉) Bin ich diszipliniert genug, regelmäßig Artikel zu schreiben? Habe ich überhaupt etwas zu erzählen? Zu der Zeit habe ich meinen neuen Job in Basel angefangen und einer der Lieblingssprüche – genaugenommen war es nur ein einzelnes Wort – meines damaligen Abteilungsleiters war „machen!“ Es war kein Befehl, sondern eine Ermutigung, aktiv zu werden statt vor lauter Angst vor Fehlern (die man ja meistens korrigieren kann) untätig zu bleiben. „Machen!“ wurde bei uns im Team ein geflügeltes Wort, das ich mir auch privat zu Herzen genommen habe. Und – schwupps – ist Rumpeldipumpel schon zwei Jahre online!

Und – schwupps – ist Rumpeldipumpel schon zwei Jahre online!

Den ersten Geburtstag von Rumpeldipumpel habe ich vergessen… Er ist einfach zwischen Arbeitsalltag nach dem USA-Roadtrip und München-Basel-Pendelei untergegangen. Als mir das irgendwann und viel zu spät aufgefallen ist, habe ich mir sofort einen Reminder in den Kalender gesetzt, damit mir das dieses Jahr nicht wieder passiert. Wenn mich mein Kalender nicht daran erinnert hätte, hätte ich höchstwahrscheinlich auch den zweiten Blog-Geburtstag von Rumpeldipumpel vergessen. Der Reminder ist aber zuverlässig aufgepoppt und ich blicke zum zweiten Blog-Geburtstag auf das Geschaffte zurück und gebe euch einen Ausblick auf die Zukunft.

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Mit dem zufrieden sein, was ist, was wir haben, was wir sind.

Ein Blog stellt Arbeit dar – keine Frage: recherchieren, fotografieren, schreiben, Social Media, Mails und Kommentare beantworten…  Arbeit, die mir große Freude macht – sonst würde ich meine Abende und Wochenenden nicht teilweise vor dem Rechner verbringen. Auch wenn ich gerne blogge – es ist schön, einen Anlass zu haben, um innezuhalten, um auf das zu blicken was ich aufgebaut habe, um stolz auf mich zu sein und das nicht nur mir selber im Kopf zu sagen, sondern hier aufzuschreiben. Schwarz auf weiß. Denn das machen wir doch viel zu selten: uns selber ein Kompliment aussprechen beziehungsweise aufschreiben. Mit dem zufrieden sein, was ist, was wir haben, was wir sind. Natürlich möchte ich mich weiterentwickeln – sehr sogar. Das ist das, was mich antreibt: eine starke Persönlichkeit werden, meine Fähigkeiten und Skills ausbauen. Besser werden. Im Sinne von mehr ich. Wäre ich immer mit dem Ist zufrieden, dann würde ich nicht weiterkommen, dann wäre ich nicht nach Basel gezogen, hätte Marks «machen!» nicht gehört und Rumpeldipumpel nicht gestartet.

Ohne hätte, wäre, könnte

Aber heute ist Blog-Geburtstag! Und da lehne ich mich zurück und geniesse. Heute feier ich mal mich selber – ganz schamlos. Ohne hätte, wäre, könnte. Ich bin zufrieden mit dem, was ich geleistet und erreicht habe: ich habe den zweitbeliebtesten deutschsprachigen Mountainbike-Blog aufgebaut, in den letzten zwei Jahren 43 Blog-Artikel geschrieben und veröffentlicht, 133 Posts auf Facebook gemacht und knapp 200 Bilder auf Instagram gepostet. Und das neben meinem Vollzeit-Job.

Was für mich aber das Schönste überhaupt ist: dass die Leserschaft stetig wächst! Und zu merken, dass das, was ich schreibe bei euch ankommt, dass ihr meine Beiträge, meine Pläne und Berichte lest. Das ich was zu erzählen habe. Das zeigt die Statistik und das zeigen mir eure Kommentare, Nachrichten und Mails, in denen ihr euch für Tipps bedankt oder mich wissen lasst, dass ich ermutigt oder inspiriert habe. Das wiederum gibt mir ein Gefühl von Bestätigung. Deswegen: ein riesengroßes DANKESCHÖN an euch Leser!

 

Danke für eure Klicks, Likes, Kommentare und Nachrichten – ihr macht Rumpeldipumpel zu dem was es ist.

 

Ich möchte inspirieren rauszugehen, nicht einzukaufen.

Von vornherein habe ich mir vorgenommen etwa zwei Artikel im Monat zu veröffentlichen. In der Regel schaffe ich das. Gut, dass ich meine Ziele nicht höher gesteckt habe – es hätte mich schnell frustriert und demotiviert. Dennoch merke ich, dass es gar nicht so leicht ist, Job, Privatleben, Nebenjob als Guide und Coach und den Blog auszubalancieren: Die letzten fünf Monate waren mit Umzug, neuer Rolle im Job und einigen Business Trips sehr arbeitsreich und einfach «voll». Ich möchte wieder mehr im Hier und Jetzt leben, die Abende im Biergarten, am Berg oder auf dem Balkon verbringen statt vor dem Rechner. Um mir die Umsetzung leichter zu machen, habe ich zwei Punkte für mich festgehalten:

Der Blog ist mein Fokus.

Auch wenn Rumpeldipumpel auf Instagram und Facebook ist – das gehört irgendwie zum Bloggen dazu – ist der Blog mein Fokus. Ich möchte kein Influencer oder Instablogger sein. Das heißt, ich muss mir auch nicht zu viel aus Fan-, Follower- und Like-Zahlen machen und kann künftig weniger Zeit auf Instagram verbringen. Mehr Social Life statt Social Media.  

Ein Blogartikel im Monat.

Um über Erlebnisse am Berg, auf den Trails und natürlich bei der Brotzeit berichten zu können, muss ich sie erst selber erleben und natürlich auch vorbereiten, recherchieren und planen. Das braucht Zeit. Würde ich reine Produkt-Reviews machen, könnte ich zwar mehr Artikel veröffentlichen und die Artikel auch schneller schreiben, aber ich möchte Geschichten erzählen und inspirieren rauszugehen, nicht einzukaufen. Um mir selber dafür mehr Raum zu geben, habe ich mein Blogpost-Ziel auf einen Artikel im Monat angepasst. Wenn es mehr Artikel werden, ist es gut. Wenn es einer im Monat ist, auch. Die Ausrichtung auf Erlebnisse und Mehrwert durch Hintergrundinformationen wird bleiben.

"Machen!"

Was als «ich probiere das jetzt einfach mal aus und schaue, was passiert» begonnen hat, ist zu einem festen Bestandteil in meinen Leben geworden, den ich mir nicht mehr wegdenken möchte. Durchs Bloggen habe ich viel gelernt (und das wird sicher auch weiterhin so bleiben) – nicht zuletzt, einfach zu machen und dass ich mehr in einen Tag packen kann als gedacht 😉 Aber auch zu priorisieren und nein zu sagen – nicht nur zu Angeboten, die nicht zu meinem Blog passen. Auch zu eigenen Ideen. Denn davon habe ich viel mehr, als ich jemals umsetzen kann. Dessen ungeachtet klingt Marks «Machen!» unaufhörlich in meinem Ohr und bleibt mein kleiner und einfacher innerer Ratgeber.

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